Russland-Revolte gegen Trump
US-Präsident Donald Trump schreckte bislang vor scharfen Sanktionen gegenüber Russland zurück, und fiel stattdessen eher durch Russlandfreundlichkeit auf. Diesbezüglich droht ihm nun jedoch erstmals eine Revolte im US-Senat. Ein von Republikaner und Demokraten gemeinsam eingebrachter Entwurf sieht nämlich weitreichende wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland vor, falls sich das Land weiter weigert, richtige Friedensverhandlungen mit der Ukraine aufzunehmen. Im Zentrum des Entwurfs stehen Strafzölle in Höhe von 500 % auf Importe aus allen Ländern, welche wissentlich russisches Öl, Erdgas, Uran oder petrochemische Produkte beziehen.
Anleger reiben sich die Augen
Das ständige Hin und Her in Trumps politischem Kurs ist atemberaubend und entzieht den Unternehmen jegliche Form der Planungssicherheit. Die Risiken für die US-Ökonomie sowie für die Weltwirtschaft sind daher kaum zu greifen. Zuletzt tauchte die US-Wachstumsdynamik unter das Potenzialwachstum der Vereinigten Staaten ab. Und der operative Quartalsgewinn des S&P 500 fiel im ersten Quartal 2025 um satte 5,5 % niedriger aus als im Schlussquartal 2024. Die jüngste Entwicklung am Aktienmarkt ist daher mehr als erstaunlich. Mit einem Plus von 6,15 % war der S&P 500 nämlich so gut unterwegs wie im Monat Mai seit 35 (!) Jahren nicht mehr.