Ein Gericht in Hongkong ordnete gestern an, dass der chinesische Immobilienentwickler Evergrande sich selbst auflöst. Evergrande geriet im Jahr 2021 in finanzielle Schwierigkeiten, nachdem das Unternehmen seine Schulden nicht begleichen konnte. Mit einem geschätzten Schuldstand von $300 Milliarden sind die Probleme von Evergrande ein Schlüsselfaktor in der anhaltenden Krise des Immobiliensektors in China. Es ist noch unklar, wie sich das Urteil in Hongkong auf die Geschäfte von Evergrande in China auswirken wird.

Für den deutschen Bayer-Konzern gab es schlechte Nachrichten aus den USA: Ein US-Gericht verurteilte die Agrarsparte, die Bayer vom US-Konzern Monsanto übernommen hatte, zu einer hohen Straf- und Schadensersatzzahlung in Höhe von 2,25 Mrd. USD. Ein US-Kläger hatte ein Pflanzenschutzmittel von Monsanto für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht. Bayer kündigte Berufung gegen das Urteil an. Die Aktie fiel dennoch auf ein neues Zehnjahres-Tief. Am Vormittag veröffentlicht das Statistische Bundesamt Destatis die vorläufige BIP-Entwicklung für das vierte Quartal 2023. Auf Basis der bereits vorliegenden vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr müsste sich für das Schlussquartal ein Rückgang um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal ergeben (kalenderbereinigt). Spannender wird die Entwicklung des Wirtschaftsvertrauens und des Industrievertrauens für den Euroraum. Ausgehend von einem schwachen Niveau rechnet die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) für den Januar mit leichten Fortschritten.

In den USA kam am Abend Fahrt in den Markt, als das Finanzministerium eine verringerte Schuldenaufnahme ankündigte: Im ersten Quartal werden statt 816 Mrd. USD nur noch 760 Mrd. USD benötigt. Daraufhin sanken die Anleihe-Renditen, was wiederum die Aktienmärkte beflügelte und zu neuen Höchstständen führte. Ein großer Sprung ist auch beim US-Verbrauchervertrauen zu erwarten: Der vom Conference Board ermittelte Wert dürfte mit Schwung ins Jahr starten und gegenüber dem Vormonat (110,7 Punkte) deutlich zulegen. Die LBBW rechnet mit einem neuen Stimmungshoch der US-Konsumenten für die vergangenen 24 Monate, d.h. mit einem Anstieg auf über 114 Punkte.

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