Die Entwicklung der Inflation dürfte in dieser Woche abermals in den Fokus der Marktakteure rücken, wenn die Preisdaten für den Monat Oktober aus den USA (14.11.) und Großbritannien (15.11.) zur Veröffentlichung anstehen. Für Großbritannien legen administrierte Preissetzungen im Energiebereich eine deutliche Abschwächung des Teuerungsdrucks nahe. Letzteres dürfte die Erwartung der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg festigen, dass die Bank of England ihren Leitzinsgipfel erreicht hat. Mit Blick auf die USA spricht vieles für ein gemischtes Inflationsbild. Basiseffekte und fallende Benzinpreise bilden den Rahmen. Die Headline-Inflation wird durch beide oben genannte Faktoren nach unten gedrückt und dürfte daher erstmals seit Juni wieder fallen. Bei der Kernrate sprechen Basiseffekte dagegen dafür, dass der sinkende Trend vorerst ins Stocken gerät. Das Zünglein an der Waage bilden hier einmal mehr die Wohnkosten als Hauptinflationstreiber.