Der Auftragseingang für das deutsche Verarbeitende Gewerbe legte im August um kräftige 3,9 % zu. Auch ohne Großaufträge lag der Anstieg bei 3,9 %. Damit hat sich die Auftragslage auf breiter Front verbessert, nachdem es in den Vormonaten bedingt durch Sondereffekte sehr volatile Zahlen gab. In den USA erwies sich der Arbeitsmarkt als überraschend robust. Der Stellenaufbau lag mit 263 Tsd. neuen Stellen deutlich über den Erwartungen. Die Investoren hatten sich - insbesondere nach der Veröffentlichung des schwach ausgefallenen ADP-Berichtes - auf eine spürbare Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus eingestellt. Zwar gestaltete sich der Anstieg der Stundenlöhne moderat und die Arbeitslosenquote legte von 3,7 % auf 3,8 % zu. Beides konnte aber die Wirkung des unerwartet kräftigen Beschäftigungsanstiegs nicht wettmachen. Die US-Notenbank ist womöglich noch nicht am Ende ihres Zinserhöhungskurses angelangt. Im Einklang damit steht die Reaktion des Marktes. Die Renditen von 2-jährigen US-Staatsanleihen zogen kräftig an, und der US-Dollar wertete gegenüber dem Euro auf.

Heute werden Zahlen zur Industrieproduktion in Deutschland vorgelegt. Das LBBW Research rechnet mit einem Rückgang um 0,3 % der Produktion im Produzierenden Gewerbe. Der Markt dürfte indes im Bann der Zahlen vom US-Arbeitsmarkt stehen. Der Trend an den Märkten geht nach diesen Zahlen wieder in Richtung zunehmender Zinsängste.

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