Trotz des iranischen Angriffs auf Israel zeigten sich die Marktteilnehmer diesseits des Atlantiks gelassen, Europas Aktienindizes schlossen im Plus. Der DAX ging mit 18.003 Punkten aus dem Handel, während der Euro Stoxx 50 zu Handelsschluss bei 4.978 Punkten notierte. Damit legten beide Indizes etwa um einen halben Prozentpunkt zu. Für Beruhigung sorgten die Appelle zur Zurückhaltung, die von den Großmächten ausgingen. Nach dem Angriff auf die iranische Botschaft in Syrien war das Risiko einer iranischen Vergeltung wohl größtenteils in den Kursen eingepreist. Die Hoffnung auf eine zurückhaltende Reaktion Israels ließ auch den Ölpreis wieder sinken. Ein Fass der Sorte Brent wurde in der vergangenen Woche angesichts der geopolitischen Spannungen zum Preis von 92 US-Dollar gehandelt, rund 20 % höher als zu Jahresbeginn.  Die US-Anleger waren indes vorsichtiger. Der S&P 500 beendete den Tag mit einem Indexstand von 5.061 Punkten und gab somit 1,2 % ab. Grund dafür waren außerdem anziehende Anleiherenditen, welche wieder Zinssorgen weckten.

Zukünftiges Abwärtspotenzial für die Aktienmärkte birgt damit nicht nur das geopolitische Risiko, sondern auch die weitere Entwicklung auf der Zinsseite. Während die zuletzt publizierten Inflationszahlen im Euroraum eine erste Senkung im Juni erwarten lassen, macht den US-Währungshütern nach wie vor die anhaltende Inflation in Verbindung mit der brummenden Konjunktur zu schaffen. Aus der Zinskurve lässt sich errechnen, dass erst im September mit 71 % Wahrscheinlichkeit ein erster Zinsschritt der Fed zu erwarten ist.

Am heutigen Dienstag werden der neue World Economic Outlook des IWF und andere Daten veröffentlicht. Am frühen Morgen standen das BIP und die Industrieproduktion Chinas auf dem Plan. Die Volksrepublik meldete 5,3 % BIP-Wachstum im Vergleich zum Vorjahr für Q1, zuvor waren es 5,2 %. Nach zuletzt 31,7 Punkten erwartet die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einen Anstieg auf 35,0 Punkte für Deutschland. Zu guter Letzt folgen aktuelle Zahlen zur Industrieproduktion in den USA. Die LBBW rechnet für März mit einem Zuwachs um 0,2 % im Vergleich zum Vormonat, während die Wachstumsrate zuletzt bei 0,1 % lag.

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