Donald Trump kann es nicht lassen

Präsident Donald Trump hat am Montag per Dekret die US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium um 25 %-Punkte erhöht. Zudem soll Donald Trump dem Vernehmen nach schon am Freitag einen Plan verkünden, welcher jeweils eine Anhebung des US-Einfuhrzolles auf das Niveau vorsieht, mit welchen der Handelspartner US-Exporte mit Zöllen belegt. Zu alledem hat der US-Präsident die Anstrengungen von Mexiko und Kanada zur Eindämmung von illegaler Migration und Drogenschmuggel als nicht ausreichend bezeichnet. Somit drohen die bislang nur um einen Monat verschobenen Einfuhrzölle auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada am Ende dieses Monates in Kraft zu treten.

Die vielfältigen Zolldrohungen des Präsidenten haben bei der Stimmung der Verbraucher ihre Spuren hinterlassen. Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher schossen von 2,6 % im November auf 4,3 % im Februar empor. Auch die langfristigen Inflationserwartungen zogen jüngst spürbar an. Vor der Pandemie bewegten sich die Inflationserwartungen meist in einem Band von 2 % bis 3 %. Die US-Notenbank wird mit Argusaugen darüber wachen, dass die Inflationserwartungen nicht weiter aus dem Ruder laufen. Diese Entwicklungen bestärket die LBBW in der seit geraumer Zeit vertretenen Prognose, dass die US-Notenbank erst Ende dieses Jahres ihre Leitzinsen abermals senken wird. Sollte der nächste Zinsschritt angesichts der geschilderten Inflationsgefahren gar nach oben gehen, dürften die Renditen lang laufender US-Staatsanleihen in die Höhe schießen. Dies könnte aber wiederum der Hausse an den US-Aktienmärkten ein jähes Ende bereiten. Mag Donald Trump auch die gesamte US-Justiz für korrupt und unfähig halten, so akzeptiert er doch einen Richter: Den US-Aktienmarkt. Anhänger des Freihandels können also auf die Macht der Märkte hoffen!

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