Im Rohstoffsektor konnte Brentöl mit einem Plus von über zwei USD den größten Anstieg der letzten Woche verzeichnen, da die allgemeine Risikobereitschaft am Markt die gemischten Aussichten für Rohöl überlagerte. Anfang Juni lag der Preis für ein Fass der Marke Brent noch bei 77 USD. Gestern notierte Brentöl bei über 84 USD. Ein Plus von 9 %.
Nachdem zuletzt die Hoffnung auf Zinssenkungen die Renditen von 10j. US-Treasuries und 10j. Bunds hat sinken lassen, stiegen diese gestern wieder leicht an. 10j. Treasuries notieren aktuell bei 4,26 %, 10j. Bunds bei 2,41 %. Die LBBW erwartet die erste US-Leitzinssenkung für September, eine weitere dürfte dann noch im Jahresverlauf folgen. Für die EZB prognostizieren sie ebenfalls noch zwei Zinssenkungen im restlichen Jahresverlauf.
Auf dem ökonomischen Datenkalender steht heute der ZEW-Index. 400 Analysten und institutionelle Anleger werden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Im Gegensatz zu den Bloomberg-Konsensschätzungen für den ZEW erwartet die LBBW einen leichten Rückgang. Wichtiger als der ZEW-Index dürften aber heute Nachmittag die US-Einzelhandelsumsätze für Mai sein. Nach einer Stagnation im Vormonat rechnen die Analysten der LBBW mit einem Anstieg um 0,4 %.