Bitcoin-Jünger setzten auf Trump
In den vergangenen Monaten hat sich ein ungewöhnlicher Begriff in der Kryptowelt etabliert: "Boring Bitcoin". Dieser Ausdruck beschreibt die vergleichsweise lange Seitwärtsbewegung der weltweit größten und ältesten Kryptowährung, die normalerweise für ihre hohe Volatilität bekannt ist. Über den Sommer hinweg bewegte sich der Bitcoin größtenteils in einer Spanne von 60.000 bis 68.000 USD und zeigte keine Anzeichen, das Rekordhoch von 73.803 USD zu übertreffen. Doch das änderte sich in den vergangenen Tagen als der Bitcoin ein Dreimonatshoch erreichte und die Marke von 70.000 USD durchbrach. In der Spitze kletterte die Cyber-Valuta auf 73.610 USD. Ein möglicher Grund für diesen neuen Optimismus könnte die US-Präsidentschaftswahl sein, die nächste Woche stattfindet. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump führt in einigen Umfragen knapp und konnte beim Wettanbieter Polymarket nochmals deutlich zulegen. Dort wird ihm derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 63 % für einen Wahlsieg zugesprochen.
Aktuell notiert der Bitcoin gemessen in USD gut 73 % über dem Schlussstand des Jahres 2023.
Inflationsdaten im Fokus
Heute steht die Vorabschätzung der Inflationsrate im Euroraum für Oktober auf der Agenda. Ein Anstieg der Gesamtinflation ist aufgrund positiver Basiseffekte sehr wahrscheinlich. Aus Sicht der Finanzmarktteilnehmer dürfte entscheidend sein, ob auch die Kerninflationsrate weiter sinkt. Sollte diese jedoch ebenfalls wieder ansteigen, könnte die Euphorie über mögliche Zinssenkungen der EZB einen Dämpfer erhalten. Die LBBW erwartet die Inflationsrate nach 1,7 % im September für Oktober bei 2,0 %, während wir die Kernrate unverändert bei 2,7 % gesehen wird.