ifo-Geschäftsklimaindex stagniert
Nach Angaben des ifo-Instituts verharrte das Geschäftsklima im Januar 2026 unverändert bei 87,6. Laut Bloomberg-Konsensschätzung hatten Analysten einen Anstieg auf 88,2 Punkte erwartet. Der Lageindex verbesserte sich minimal, während die Erwartungen geringfügig sanken. Insgesamt fielen die Daten damit enttäuschend aus. Die meisten anderen Indikatoren für die deutsche Konjunktur waren zuletzt eher im Vorwärtsgang. Die Lage der gewerblichen Wirtschaft ist nach wie vor nicht gut. Man sollte daher auch in den kommenden Wochen mit möglichen Enttäuschungen bei den Konjunkturdaten rechnen, nachdem es seit Jahresbeginn viele positive Überraschungen gab. Immerhin konnte der ifo-Index für das verarbeitende Gewerbe merklich zulegen. Sowohl die Einschätzungen der laufenden Geschäfte als auch der Erwartungen fielen in diesem Wirtschaftsbereich weniger schlecht aus.
Dollar schwächelt nicht nur zum Euro
Zu Wochenbeginn schwächelte der US-Dollar nicht nur zum Euro, sondern auch gegenüber den meisten wichtigen Währungen, darunter der japanische Yen und der Schweizer Franken. Spekulationen über koordinierte Interventionen der US-amerikanischen und der japanischen Behörden zur Stützung des Yen befeuerten die Abwertung der US-Währung und sorgten für Volatilität am Devisenmarkt. Im Handelsverlauf übersprang der Wechselkurs zeitweise sogar die Marke von 1,19 US-Dollar je Euro. Damit fiel der Greenback gegenüber der Gemeinschaftswährung auf den schwächsten Stand seit September 2025. Der Yen profitierte von den Spekulationen und notierte so stark gegenüber dem US-Dollar wie zuletzt vor zwei Monaten.
US-Zolldrohung gegen Südkorea
US-Präsident Donald Trump drohte gestern Südkorea eine Zollerhöhung für Autoimporte und andere Waren von 15 % auf 25 % an. Er begründete dies damit, dass das asiatische Land das im vergangenen Jahr geschlossene Handelsabkommen nicht einhalten würde. Da fast die Hälfte der südkoreanischen Autoexporte in die USA gehen, würde die Zollerhöhung das Land schwer treffen.
Heute US-Konsumentenvertrauen
Am heutigen Handelstag dürfte dem US-Konsumentenvertrauen für Januar unter den rar gesäten Makrodaten die höchste Aufmerksamkeit zukommen. Der private Konsum ist von großer Bedeutung für die US-Wirtschaft. Zuletzt war der Indikator fünf Mal in Folge gesunken. Die LBBW rechnet nun mit einem leichten Anstieg von 89,1 auf 90,0 Punkte. Zudem wird aus den USA der S&P Case-Shiller Hauspreisindex veröffentlicht. Darüber hinaus läuft die Berichtssaison der Unternehmen. Der wichtigste Termin in dieser Woche - die Zinsentscheidung der US-Notenbank - steht aber erst morgen an.