Inflationssorgen in USA gedämpft
In den USA erhöhten sich die Konsumentenpreise im Dezember wie erwartet um 0,4 % gegenüber dem Vormonat, getrieben durch höhere Energiepreise. Die Jahresrate beschleunigte sich zwar von +2,7 % auf +2,9 %, der befürchtete Anstieg der Inflation auf 3,0 % blieb aber aus. Zudem sank die um Nahrung und Energie bereinigte Kernrate leicht von 3,3 % auf 3,2 %. Hier halfen Entspannungen im Dienstleistungssektor. Die Inflationssorgen verringerten sich darüber hinaus durch den überraschend starken Rückgang des US Empire State Manufacturing Index (im Januar von +2,1 auf - 12,6 Punkte). Mit den wieder verbesserten Aussichten auf weitere US-Zinssenkungen sanken die Renditen deutlich. Für zehnjährige US-Treasuries sanken diese um mehr als 10 Basispunkte und beendeten somit ihren Trend Richtung 5 %. Auch Bundesanleihen zogen mit und sorgten für Kursgewinne an den europäischen Anleihemärkten. Die Investoren griffen bei Risiko-Assets wieder zu und verhalfen den Aktienindizes zu Kurssteigerungen und teilweise neuen Rekordhochs: Der DAX sprang vorübergehend über die Marke von 20.600 Punkten und auch der Euro Stoxx 50 erreichte neue Rekordstände.
Heute nochmals US-Daten im Fokus
Eine gute Nachricht kam gestern Abend aus Nahost: Ab Sonntag soll es im Gazakrieg eine Waffenruhe geben, weitere Verhandlungen sind geplant. Heute veröffentlicht die EZB das Protokoll ihrer Ratssitzung vom 12. Dezember. Aus Übersee kommen nochmals Makro-Daten: Neben den US-Einzelhandelsumsätzen vom Dezember (Prognose +0,5 % ggü. Vormonat) stehen auch Daten zu Importpreisen sowie der Philadelphia Fed Index und der NAHB Index auf der Agenda.