Abwärtsbewegung beim Ölpreis

Die Aussicht auf einen baldigen Nachfragerückgang schickte den Ölpreis am Dienstag auf Talfahrt. Die OPEC senkte ihre Bedarfsprognose nun zum dritten Mal. In Anbetracht der schwächelnden Konjunktur im Reich der Mitte, das als Top Abnehmer gilt, prognostiziert das Export-Kartell nun für 2024 lediglich ein Absatzplus in Höhe von 1,93 statt 2,03 Millionen Barrel pro Tag. Darüber hinaus ist der Ölpreisrückgang auf eine Ankündigung Israels zurückzuführen, gemäß derer lediglich militärische Ziele im Iran anstelle von Ölförderanlagen zur Vergeltung in Frage kämen. Am Dienstag verbilligte sich ein Fass der Rohölsorte Brent um rund 3,5 % auf 74,79 US-Dollar pro Barrel. Im Tagesverlauf lag der Verlust zwischenzeitlich sogar bei rund 4,7 %.

 

Heute nur wenige Termine

Am heutigen Mittwoch stehen nur ein paar Termine auf der Agenda. Es sind weder nennenswerte Makro-Veröffentlichungen geplant, noch gewähren besonders viele Unternehmen Einblicke in ihre Bücher. Jenseits des Atlantiks erwarten uns neue Zahlen des Importpreisindex für den September. Die Mehrheit der befragten Analysten geht von unverändert -0,3 % im Vergleich zum Vormonat aus. In Europa wird ASML außerdem heute Morgen neue Quartalszahlen veröffentlichen. In den USA folgen, abgesehen von einigen Nebenwerten, unter anderem noch die Zahlen von Morgan Stanley und US Bancorp aus dem Finanzsektor. Deutlich wichtiger wird dann der nächste Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank, der für Donnerstag angesetzt ist. Die Marktteilnehmer preisen derzeit implizit eine Senkung um 25 Basispunkte ein, welche die LBBW ebenfalls prognostizieren.

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