Am Wochenende setzte der deutsche Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck seinen China-Staatsbesuch fort. Damit könnte er für Entspannung im schwelenden Handelsstreit zwischen der EU und China sorgen. Die EU hatte jüngst verkündet, Strafzölle auf chinesische E-Autos verhängen zu wollen und dies mit den unfairen Wettbewerbspraktiken Chinas begründet. Ein Handelskrieg würde insbesondere die deutschen Automobilbauer, deren wichtigster Absatzmarkt das Reich der Mitte ist, hart treffen.
Auch in dieser Handelswoche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen auf der Agenda. Heute Morgen wird das Ifo-Institut neue Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung Deutschlands veröffentlichen. Die LBBW prognostiziert eine leichte Zunahme des Ifo-Geschäftsklimaindex auf 89,4 Zähler, während dieser im Mai noch bei 89,3 lag. Für die Erwartungskomponente des Index rechnet die LBBW mit einem Wert von 90,4 (zuvor: 90,4) und für den Teilindex der Lage mit 88,5 Punkten (zuvor: 88,3). Heute Abend wird EZB-Direktorin Isabel Schnabel außerdem im Rahmen einer Rede weitere geldpolitische Impulse geben. Am Mittwoch folgen dann aktuelle Zahlen zur Kauflaune der hiesigen Konsumenten in Form des GfK-Konsumklimas für Juli. Außerdem wird auch EZB-Chefvolkswirt Philip Lane Mittwochmittag eine Rede halten. Am Donnerstag folgt dann das EWU-Wirtschaftsvertrauen für Juni. Die Landesbank Baden-Württemberg erwartet einen Anstieg des Indikators auf 96,4 Zähler. Zum Wochenabschluss wird die EZB außerdem die Inflationserwartungen der Verbraucher für Mai veröffentlichen und jenseits des Atlantiks werden neuen Zahlen zur wichtigen PCE-Kernrate folgen.