Gestern überraschte der für Frankreich erhobene Indikator zum Wirtschaftsvertrauen positiv. Statt einer vom Konsens erwarteten Stagnation stieg der Wert leicht von 97 auf 98 Punkte. Der finale Wert für die annualisierte Entwicklung des US-BIP in Q3 gegenüber dem Vorquartal landete bei +4,9 % und damit unter dem vorläufigen Wert von +5,2 %. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stiegen leicht auf 205 Tausend nach revidiert 203 Tausend in der Vorwoche. Deutlich schwächer als erwartet fiel der Philadelphia Fed Business Outlook aus: Das von der regionalen Fed in Philadelphia mittels einer Umfrage unter Unternehmen erhobene Konjunkturbarometer verbesserte sich nicht wie prognostiziert, sondern sank sogar von -5,9 Punkten im November auf -10,5 Punkte. Dadurch wurde die gute Stimmung kurz vor Weihnachten aber nicht beeinträchtigt, die US-Aktienindizes legten nochmals zu.
Heute stehen in den USA nochmals viele Makro-Daten zur Veröffentlichung auf der Agenda. Bei den Auftragseingängen für langlebige Güter rechnet die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nach dem Rückgang im Vormonat (-5,4 %) wieder mit einem Plus. Die Inflations-Kernrate (PCE-Deflator) dürfte im November leicht von 3,5 % auf 3,4 % gesunken sein. Das Einkommen der US-Bürger ist im November vermutlich etwas stärker angestiegen als die Ausgaben. Auch bei den Neubauverkäufen in den USA erwartet die LBBW eine leichte Zunahme gegenüber dem Vormonat. Die Aktivität der Investoren dürfte dagegen kurz vor Jahresschluss nun langsam abklingen.
Auch wenn erwartet wird, dass kurz vor Jahresschluss die Aktivität der Investoren langsam abklingen wird, scheint das Interesse der Investoren an KI nicht abzuklingen. Obwohl die Gesamtinvestitionen in generative KI im Q3 zurückgingen, befindet sich das Startup Anthropic, das das KI-Modell Claude entwickelt hat, derzeit in Gesprächen, um 750 Mio. USD von Investoren bei einer Bewertung von 15 Mrd. USD zu beschaffen. Anthropic hat bereits 7,6 Mrd. USD von Investoren, darunter Amazon und Google, beschafft. Das französische Startup Mistral, ein weiterer bekannter KI-Entwickler, hat in den ersten sieben Monaten seines Bestehens mehr als 650 Mio. USD von Investoren beschafft. Die riesigen Geldsummen werden größtenteils in die enorme Rechenleistung investiert, die für die Entwicklung von KI-Modellen erforderlich ist.