Sprung beim ZEW-Indikator verpufft
Für Deutschland lieferten die ZEW-Konjunkturerwartungen zwar eine positive Überraschung. Doch der unerwartet große Sprung von 25,2 auf 47,5 Punkte (Konsens-Schätzung: 35,0) beeindruckte die Marktteilnehmer nicht. Zum einen enthielten die neuen DAX-Rekordstände im Mai und Anfang Juni schon sehr hohe Erwartungen. Zum anderen waren die erst vor kurzem eskalierten geopolitischen Probleme rund um die Nahost-Krise noch nicht vollständig berücksichtigt. Außerdem befindet sich der Lageindikator des ZEW für Deutschland trotz eines deutlichen Anstiegs um 10,0 Punkte weiter in tiefrotem Gebiet (-72,0 Zähler).
Heute Fed-Zinsentscheid im Fokus
Das Statistikamt Eurostat veröffentlicht heute die finalen Inflationszahlen für den Euroraum im Mai. Die vorläufig berichtete Steigerung um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat dürfte bestätigt werden. Zum Immobilienmarkt gibt es neue Daten aus Deutschland (Baugenehmigungen im Monat April 2025) und auch aus Übersee (Anzahl der US-Neubaubeginne und Baugenehmigungen vom Mai). Das mit Abstand wichtigste Ereignis auf dem heutigen Terminkalender ist aber der Zinsentscheid der US-Notenbank am Abend: Man darf davon ausgehen, dass die Fed ihren Leitzins unverändert auf dem aktuellen Niveau von 4,5 % belässt.