US-Leitzinsen unverändert
Die US-Notenbank hat gestern Abend beschlossen, ihr Tagesgeldzielband unverändert bei 3,50 % - 3,75 % zu belassen. Es war wie erwartet die erste Sitzung ohne Zinsänderung nach zuvor drei Senkungen in Serie. Nur die Fed-Gouverneure Stephen Miran und Christopher Waller votierten für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Mit Blick auf die Lage der US-Konjunktur äußerte sich die Fed etwas optimistischer und zeigte sich hinsichtlich des Arbeitsmarkts zuversichtlich. Dies spricht gegen eine baldige Änderung der Leitzinsen. Die LBBW rechnet derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung.
US-Schwergewichte legen Zahlen vor
Die Marktteilnehmer hatten mit der Zinsänderungspause gerechnet und reagierten daher gestern kaum auf die Verkündigung der US-Notenbank. Anleger hofften vielmehr auf positive Impulse durch die großen US-Konzerne Meta, Microsoft und Tesla, die ihre Geschäftszahlen allerdings erst nach Börsenschluss veröffentlichten.
Im Tagesverlauf kletterte der S&P 500 gestern erstmals über die Marke von 7.000 Punkten, konnte diese aber nicht behaupten. Mit 6.978 Punkten schloss der Index nur knapp darunter. Gold setzte den starken Aufwärtstrend fort und kletterte erstmals über die Marke von 5.500 USD.
Berichtssaison im Fokus
Gestern gab es auch neue Makrodaten aus Deutschland: Das GfK-Konsumklima für Deutschland blieb im deutlich negativen Bereich, es verbesserte sich von -26,9 im Vormonat immerhin leicht auf -24,1. Heute werden die Januar-Werte für das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum veröffentlicht. Im Vergleich zum Vormonat (96,7 Punkte) sind keine großen Veränderungen zu erwarten. Aus Übersee folgen Daten zum Vorjahr, u. a. November-Werte für die US-Handelsbilanz und zu Auftragseingängen der US-Industrie. Im Fokus der Investoren steht auch heute die Berichtssaison der Unternehmen. Nachdem gestern mit Meta, Microsoft und Tesla bereits drei der Magnificent Seven berichtet haben, folgt heute Apple als vierter US-Gigant. Insgesamt berichten heute 37 Unternehmen aus dem S&P 500 und 21 aus dem Stoxx Europe 600, u.a. auch die Deutsche Bank.