Bahn frei für EZB-Zinssenkung

Gute Nachrichten gab es aus dem Euroraum für die Lohnentwicklung, zumindest durch die Brille der Notenbanker betrachtet. Der Anstieg der Tariflöhne im Euroraum hat sich im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. Das Lohnwachstum lag bei 2,4 % nach einem Plus von 4,1 % im vierten Quartal 2024, so die EZB. Die Lohnsteigerungen gelten als Inflationstreiber vor allem im Dienstleistungssektor.

Zolldrohung aus dem Weißen Haus

Für die Entscheidungen der EZB dürfte gewiss auch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump relevant sein. Nachdem es Hoffnungen auf einen Kompromiss zwischen USA und EU in Sachen "reziproker Zölle" gab, goss Trump am Freitag erneut Öl ins Feuer, indem er einen Zoll für Einfuhren aus der EU in Höhe von 50% empfahl, und zwar ab 1. Juni. Die Finanzmärkte reagierten aufgeschreckt. Die Aktienmärkte gingen in einen regelrechten Sturzflug über, fingen sich dann aber im weiteren Handelsverlauf wieder etwas. Für heute stehen die Zeichen am Aktienmarkt sogar auf Erholung, nachdem Trump am Wochenende eine Fristverlängerung vor Erhebung der angekündigten Zölle bis zum 9. Juli verkündet hatte.

Der Datenkalender bleibt heute leer. In den USA ist Memorial Day für die im Dienst für das Vaterland gefallenen amerikanischen Soldaten. Die Börsen bleiben geschlossen. Vielleicht kann eine nachmittägliche Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Märkte bewegen. Lagarde spricht in Berlin zur "Rolle Europas in einer fragmentierten Welt". Wahrlich ein aktuelles Thema!

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