PMI für Deutschland sinkt unter 50
Angesichts der positiven Stimmung an den Märkten gerieten die schwächeren Makrodaten gestern in den Hintergrund. Der Zoll-Rundumschlag von US-Präsident Trump hat den zwischenzeitlichen Stimmungsaufschwung in der deutschen Industrie beendet: Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe sank im April von 48,3 auf 48,0 Punkte. Für den Dienstleistungssektor ging der Indikator deutlicher zurück: von 50,9 auf 48,8 Punkte. Dadurch rutschte der Composite PMI erstmals seit Dezember 2024 unter die Marke von 50 Punkten. Immerhin zeigen sich die Entscheider in der Realwirtschaft nicht so stark beeindruckt wie die finanzmarktnäheren Befragten in der jüngsten Umfrage des ZEW. Hoffnungen auf einen beginnenden Konjunkturfrühling müssen dennoch auf absehbare Zeit aufgeschoben werden. Helfen könnten Entspannungen in den Handelskonflikten oder ein Rückenwind durch die Ausgabenprogramme der künftigen deutschen Bundesregierung.
Heute folgt das ifo Geschäftsklima
Das ifo-Institut veröffentlicht heute um 10 Uhr seine April-Daten zum Geschäftsklima für Deutschland. Auch hier wird von Rückgängen ausgegangen, da die Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik die Lage und die Erwartungen belasten. Die Berichtssaison läuft unterdessen auf Hochtouren: Aus dem S&P 500 legen heute 44 Unternehmen ihre Quartalszahlen vor. Und in Europa präsentieren 26 Index-Mitglieder des Stoxx Europe 600 ihre Ergebnisse.