Immer wieder warnen Behörden, Verbraucherplattformen und Medien vor gefälschten SMS und E-Mails, in denen angebliche Paket- oder Bankbenachrichtigungen verschickt wurden – inklusive Link, der zu einer täuschend echten Login-Seite führte. Nutzer:innen, die auf diese Links klickten und ihre Zugangsdaten eingaben, verloren anschließend Geld oder sahen sich mit unberechtigten Transaktionen konfrontiert.
 

Was ist Phishing?

Phishing bezeichnet eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle über gefälschte E-Mails, SMS, Messenger oder Websites versuchen, an Ihre Zugangsdaten, Passwörter oder Bankdaten zu gelangen. Oft sehen die Nachrichten täuschend echt aus, nutzen bekannte Logos und offizielle Anmutung. Ziel ist, dass Sie auf einen Link klicken und auf eine gefälschte Website geleitet werden – dort geben Sie Ihre sensiblen Daten preis.
 

Phishing in Zahlen (EU & global)

  • Laut aktuellen Daten werden täglich rund 3,4 Milliarden Spam-/Phishing-Mails versendet. 
  • Im Jahr 2024 stieg die Anzahl der Phishing-Angriffe um etwa 12 % im Vergleich zum Vorjahr. 
  • E-Mail bleibt der mit Abstand häufigste Angriffsweg beim Phishing. 
  • Bei vielen Angriffen zielen Kriminelle auf den Finanz- und Bankensektor – ein Hinweis darauf, dass Bankkund:innen besonders gefährdet sind. 

Warum das zählt: Die hohe Frequenz zeigt, wie allgegenwärtig Phishing heute ist – und dass jede:r betroffen sein kann.
 

Wie erkennen Sie Phishing-Links & gefälschte Nachrichten?

Achten Sie auf folgende Warnzeichen:

  • Die Nachricht fordert Sie zu schnellem Handeln auf oder stellt ein Problem in Aussicht (z. B. „Ihr Konto wird gesperrt“). 
  • Der Absender wirkt bekannt, die Adresse weicht aber geringfügig vom echten ab. 
  • Der Link öffnet eine Login-Seite, die nicht vertraut wirkt – zum Beispiel stimmt der Name der Website nicht, die Internetadresse sieht ungewöhnlich aus oder das Layout ist anders als gewohnt.
  • Sprache, Rechtschreibung oder Format wirken untypisch oder fehlerhaft. 
  • Unerwartete SMS oder E-Mails, in denen Sie zur Eingabe von Passwörtern, TANs oder sensiblen Daten aufgefordert werden – seriöse Unternehmen tun das nicht. 
     

So schützen Sie sich – sichere Verhaltensregeln

  • Klicken Sie keine Links an, wenn Sie sich nicht sicher sind. Geben Sie lieber manuell die offizielle Website Ihres Finanzinstituts in den Browser ein.
  • Prüfen Sie Absenderadresse und Domain sorgfältig. Kleinste Unterschiede können ein Hinweis auf Betrug sein.
  • Geben Sie niemals Zugangsdaten, TANs oder Passwörter preis. Seriöse Unternehmen fragen das nie per Mail oder SMS ab.
  • Aktualisieren Sie Ihr Gerät regelmäßig und nutzen Sie Sicherheitsfunktionen (z. B. Zwei-Faktor-Authentifizierung).
  • Im Zweifel: Abbrechen & Bank kontaktieren. Wenn etwas verdächtig wirkt – lieber vorsichtig sein und direkt bei Ihrer Bank melden.
     

Was tun im Verdachtsfall?

Wenn Sie einen verdächtigen Link angeklickt oder Daten eingegeben haben:

  • Beenden Sie den Vorgang sofort, loggen Sie sich über bekannte Wege neu ein und ändern Sie ggf. Ihr Passwort.
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank umgehend – wir helfen Ihnen dabei, weitere Schritte zu setzen.
  • Achten Sie auf ungewöhnliche Kontoaktivitäten und melden Sie verdächtige Nachrichten.
     

Weiterführende Informationen & Ihre Sicherheit bei der Hypo Vorarlberg

Bleiben Sie informiert: In unserem Sicherheits-Hub finden Sie laufend neue Beiträge zu Phishing, Smishing, Vishing, Fake-Shops, Social-Media-Betrug und weiteren aktuellen Maschen.

Weitere hilfreiche Links:

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