Immer öfter berichten Medien über Nutzer:innen, die durch falsche Profile auf sozialen Netzwerken getäuscht wurden – etwa durch vermeintliche „Freunde“, angebliche Prominente oder lukrative Angebote. Besonders perfide: Die Profile wirken echt, die Nachrichten vertrauensvoll und oft entsteht erst nach ersten Kontakten der Verdacht – meist zu spät. Diese Betrugsmaschen zeigen, wie gefährlich Social Media sein kann, wenn man unachtsam ist.
Was ist Social-Media Betrug?
Social-Media Betrug umfasst verschiedene Maschen, bei denen Kriminelle soziale Netzwerke nutzen: gefälschte Profile, betrügerische Direktnachrichten, falsche Freundschaften, „Romance“- oder Investment-Angebote, Fake-Shops oder Phishing über Links und Nachrichten. Ziel ist oft: persönliche Daten erlangen, Geld abziehen oder Identitäten ausnutzen.
Durch Social Engineering entsteht Vertrauen – und viele Nutzer:innen unterschätzen das Risiko, da sie Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok als ungefährlich einschätzen.
Zahlen & Fakten zum Social-Media Betrug
- Gefälschte Promi- oder Influencer-Profile auf Plattformen sind eine gängige Masche: Kriminelle geben sich als bekannte Personen aus, um Vertrauen zu gewinnen.
- Social-Media-Betrug hat viele Gesichter: Fake-Shops, Phishing-Links, betrügerische Werbung, Anlagebetrug und sogenannte Romance-Scams (Betrug über vorgetäuschte Liebes- oder Freundschaftsanfragen). Social Media ist damit ein zentraler Angriffspunkt.
- Gerade die einfache und schnelle Erstellung von Konten macht soziale Netzwerke attraktiv für Betrüger:innen. Einmal eingerichtet, können sie mit minimalem Aufwand viele Opfer erreichen.
Warnsignale: So erkennen Sie Social-Media Betrug
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- Das Profil wirkt neu, hat wenige Freunde/Follower oder kaum Aktivität – trotz auffälligem Namen oder Versprechen.
- Der Account verwendet Fotos, die professionell wirken – oft stammen diese aber aus Bilddatenbanken, die gar nicht zur Person oder dem Unternehmen gehören, das angeblich dahintersteht oder sie wurden mittels KI erstellt
- Nachrichten mit übertriebenem Lob, schnellen Bekanntschaften („Wir haben so viel gemeinsam!“), emotionalen Themen oder plötzlicher Liebe („Love-Scam“) ohne realen Hintergrund.
- Angebote, die zu gut sind, um wahr zu sein – unrealistische Gewinnspiele, extrem günstige Produkte, schnelle Geldanlagen.
- Aufforderungen zur Übergabe persönlicher Daten, Finanzinformationen oder Vorauszahlungen.
- Druck, Geheimhaltung oder Eile: etwa „Nur heute“, „Schnell handeln“, „Vertraulich bleiben“.
Wie Sie sich schützen können
- Hinterfragen Sie neue Freundschaften oder Kontakte kritisch – besonders, wenn Sie die Person nicht persönlich kennen.
- Prüfen Sie Profilbilder per Rückwärtssuche (z. B. Google Bilder) – oft ein Hinweis auf Fake-Accounts.
- Geben Sie niemals persönliche Daten, Bankdaten oder TANs an Personen weiter, die Sie nur online kennen.
- Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die zu gut wirken – besonders bei hohen Renditen, schnellen Gewinnen oder Luxusversprechen.
- Halten Sie Ihre Profile sicher: Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen konsequent nutzen.
- Im Zweifel: Beziehung beenden, Account blockieren oder melden — und auf weitere Kommunikation verzichten.
Was tun im Verdachtsfall?
- Unterbrechen Sie sofort den Kontakt – blockieren und melden Sie das Profil bei der Plattform.
- Geben Sie keine Informationen preis, insbesondere keine Zahlungsinformationen oder TANs.
- Informieren Sie Ihre Bank umgehend, wenn Sie möglicherweise finanzielle Daten preisgegeben haben oder Überweisungen ausgeführt wurden.
- Bewahren Sie Screenshots, Nachrichtenverläufe oder verdächtige Links auf – sie können wichtig sein für Rückmeldungen an die Plattform oder ggf. Behörden.
Weiterführende Informationen & Ihre Sicherheit bei der Hypo Vorarlberg
Bleiben Sie informiert: In unserem Sicherheits-Hub finden Sie laufend neue Beiträge zu Phishing, Smishing, Vishing, Fake-Shops, Social-Media-Betrug und weiteren aktuellen Maschen.
Weitere hilfreiche Links:
- Sicheres Online Banking
- Anleitung und Unterstützung zum Hypo Online Banking
- Aktuelle Betrugswarnungen und Beispiele für Phishing-Mails: Watchlist Internet