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Konjunktur: Die Dynamik nimmt zu

Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller. Sinkende Neuinfektionszahlen machen mehr und mehr Lockerungen möglich und sorgen für einen deutlichen Anstieg der Frühindikatoren. Dabei beschränkt sich die Stimmungsverbesserung nicht mehr auf die Industrie, auch der Dienstleistungssektor zieht inzwischen nach. Ein kräftiger Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte dürfte sich abzeichnen.

Lockerungen beflügeln Dienstleistungssektor

Zwar kommt es in einzelnen Ländern immer wieder zu stärkeren Ausbrüchen, doch das globale Bild präsentiert sich in Summe aktuell sehr freundlich. Die sinkenden Corona-Fallzahlen und damit einhergehende  Öffnungsschritte in zahlreichen Ländern haben die Frühindikatoren deutlich beflügelt. So stiegen beispielsweise die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im Mai weiter an. Nachdem das Verarbeitende Gewerbe bereits Mitte vergangenen Jahres die Expansionsschwelle von 50 Punkten überschritten hatte, wurde die jüngste Erholung insbesondere von einer Verbesserung im Dienstleistungssegment getrieben. Die Schere zwischen den Sektoren scheint sich sukzessive zu schließen.

Kräftige Aufholbewegung spürbar


Dieses positive Bild spiegelt sich insbesondere in den europäischen Frühindikatoren wider: Das ifo-Geschäftsklima stieg im Juni erneut an. Trotz der vor kurzem gesenkten Wachstumsprognose für Deutschland, die Erwartungen sind nach wie vor gut und auch die konjunkturelle Lageeinschätzung zieht allmählich nach. Daran scheinen auch die wiederkehrenden Berichte über Materialengpässe bzw. drastische Preisanstiege nichts zu ändern. Bei aller weiterhin gebotenen Vorsicht haben sich die Perspektiven deutlich verbessert. Das dritte Quartal dürfte nach Ansicht des LBBW-Research einen deutlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung zeigen. COVID-19 dürfte zwar auch in der zweiten Jahreshälfte ein zentrales Thema bleiben, doch die fortschreitende Impfkampagne lässt einen gewissen Optimismus zu, dass es nicht zu einer ausgeprägten vierten Welle kommen dürfte. Das Bild einer weiteren konjunkturellen Erholung im 2. Halbjahr nimmt konkrete Formen an.