Aktienmarktausblick 2023

Börsenkommentar von Karl-Heinz Strube

Der Jahresauftakt am Aktienmarkt ist gut gelungen und lief deutlich dynamischer ab, als viele vermuteten.

Jüngste Treiber waren positive Annahmen rund um die Themen Inflation und Zinsanhebungen. Rezessionssorgen sind zwar noch nicht vom Tisch, es zeichnet sich jedoch mehr und mehr ab, dass diese weiterhin mild verlaufen könnte.

Bären- oder Bullenmarkt?

Aufgrund der stetig ansteigenden Informationseffizienz an den globalen Kapitalmärkten werden Zyklen schneller verarbeitet als je zuvor. Es ist zu beobachten, dass Stressphasen am Aktienmarkt kürzer anhalten als in der Vergangenheit. Aufgrund rückläufiger Inflationsdaten, möglichen Zinsspitzen, aber auch rückläufigen Energiepreisen ist davon auszugehen, dass der Bärenmarkt mit der zuletzt starken Rally zu Ende gegangen ist. Der Ukrainekonflikt und anhaltende Risiken am Immobilienmarkt bleiben jedoch weiterhin die dominierenden Risiken.

USA oder Europa?

Aufgrund des starken Euros und einem höheren Kurspotential europäischer Aktien fließen hohe Geldströme nach Europa, was den aktuellen Gewinnvorsprung europäischer Titel erklärt. Dies muss aber nicht von Dauer sein, so dass der amerikanische Aktienmarkt schnell aufholen könnte.

Kurswende am Technologiesektor?

Die Kurse internationaler Technologieunternehmen haben insgesamt stark nachgegeben. Zurückzuführen ist dies auf grundsätzliche Finanzierungssorgen, welche den Sektor stärker belasten als andere. Nimmt man an, dass die Zinsspitzen bald erreicht werden, könnte sich die „Zinszange“ etwas lösen. Erste stärkere Kurserholungen waren hier schon zu beobachten.

 

Karl-Heinz Strube, CIIA, SIP, ist Prokurist und Leiter Hypo Asset Management der Hypo Vorarlberg.

 

(Marketingmitteilung)

Ihr Kontakt

Mag. (FH) Sabine Nigsch-Gaethke
Kommunikation & Marketing

Hypo-Passage 1
6900 Bregenz

+43 50 414-1000

Kontakt aufnehmen