Die Hypo Vorarlberg als starker Partner in Krisenzeiten

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie haben sich auch auf das Geschäftsergebnis der Hypo Vorarlberg im ersten Halbjahr 2020 ausgewirkt. Mit einem IFRS-Ergebnis vor Steuern von rund EUR 22,4 Mio fiel die Bilanz zum Stichtag 30. Juni aber zufriedenstellend aus (30. Juni 2019: EUR 44,8 Mio). „Diese Kennzahl muss man natürlich im gesamtwirtschaftlichen und politischen Kontext sehen", erläutert Vorstandsvorsitzender Michel Haller. „Da ist uns durchaus etwas Beachtliches gelungen, indem wir deutlich in der Gewinnzone geblieben sind."

Hauptursachen für den Ergebnisrückgang sind negative Bewertungsergebnisse als Folge der Wirtschaftskrise. Im operativen Geschäft gibt es dagegen viele positive Aspekte. So hielten die Kundinnen und Kunden der Hypo Vorarlberg auch in Krisenzeiten die Treue: Die Giro- und Spareinlagen stiegen ebenso wie das Gesamtvolumen der Darlehen und Kredite. Das wirkte sich positiv auf das Zinsergebnis der Bank aus, das um 6,1 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 zulegte und EUR 85,2 Mio betrug (30. Juni 2019: EUR 80,3 Mio). Das Provisionsergebnis blieb konstant bei EUR 16,8 Mio (plus 0,4 %) und bildete eine stabile Säule der Ergebnisentwicklung der Bank. Die Bilanzsumme der Hypo Vorarlberg belief sich zum 30. Juni auf rund EUR 15,1 Mrd (plus 8,2 %). „Die trotz schwierigster Umstände positiven Halbjahreszahlen belegen, dass wir nach wie vor das uneingeschränkte Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden genießen", bilanziert Vorstandsvorsitzender Haller.

Viele Stundungen und Überbrückungsfinanzierungen

Dass die Hypo Vorarlberg auch in Krisenzeiten ein achtsamer und zuverlässiger Partner ist, hat sie im ersten Halbjahr 2020 unter Beweis gestellt. Zum Schutz der KundInnen und MitarbeiterInnen wurden entsprechende Maßnahmen getroffen. Zudem wurden unverzichtbare Abteilungen frühzeitig getrennt und ein Großteil der MitarbeiterInnen auf Home Office umgestellt. Lediglich zwei Filialen mussten vorübergehend geschlossen werden, die übrigen waren während der ganzen Zeit des Lockdowns für die KundInnen geöffnet. Zu keinem Zeitpunkt war die Versorgung der KundInnen mit Bargeld gefährdet.

Gemeinsam mit der Landespolitik, anderen Regionalbanken, der Wirtschafts- und der Arbeiterkammer beschloss die Hypo Vorarlberg möglichst unbürokratische Unterstützungsmaßnahmen. Dazu gehörten die Aussetzung von Kreditrückzahlungen und Überbrückungskrediten für von der Krise betroffene Unternehmen und Einzelpersonen. Zum 30. Juni hat die Bank bereits zahlreiche Stundungsansuchen mit einem Gesamtvolumen von EUR 700 Mio bewilligt. Das Volumen der Covid-19-induzierten Finanzierungen (Neufinanzierungen und Überbrückungsfinanzierungen) belief sich bis zum Berichtsstichtag auf EUR 300 Mio. „Als Bank wollen wir ein langjähriger Partner mit Handschlagqualität sein, nicht nur ein Partner auf Zeit", so Vorstandsvorsitzender Haller. „Das bedeutet, dass wir unseren Kundinnen und Kunden auch zur Seite stehen, wenn es einmal schwierig wird."

Stabile Eigenkapitalsituation

Für die bevorstehenden Herausforderungen ist die Hypo Vorarlberg gut gerüstet. Die Eigenkapitalsituation der Bank ist nach wie vor stabil. So betrugen die gesamten Eigenmittel des Hypo Vorarlberg Konzerns zum 30. Juni 2020 unverändert mehr als EUR 1,5 Mrd, die Eigenmittelquote lag bei 17,20 % (31. Dezember 2019: 17,85 %). Damit lagen die Eigenmittel der Bank deutlich über dem gesetzlichen Mindesterfordernis.

Vorsorglich hat die Bank die Ratings in exponierten Branchen herabgestuft und die entsprechenden Risikovorsorgen gebildet. Erste positive Signale sind aus dem Tourismus, dem Handel und der Industrie zu vernehmen. Die für die Bank wichtige Immobilienbranche hat sich indes stabil entwickelt. „Hier bewährt sich die risikobewusste Kreditvergabe in der Vergangenheit", so Vorstandsvorsitzender Haller. „Das breit diversifizierte Kreditportfolio der Bank ist keinen wesentlichen Klumpenrisiken ausgesetzt. Wir gehen deswegen davon aus, dass die Hypo Vorarlberg auch diese Krise gut meistern wird." #

Wechsel im Vorstand

Mit 1. Mai 2020 kam es zu einem Wechsel im Vorstand der Hypo Vorarlberg. Philipp Hämmerle folgte Johannes Hefel nach, der mehr als 20 Jahre als Vorstand tätig war. Der gebürtige Lustenauer ist vor allem für Organisation, IT und Finanzen zuständig. Im Zuge der Vorstandsnachbesetzung kam es auch zu einer neuen Ressortverteilung: Wilfried Amann, seit 2017 Vorstand bei der Hypo Vorarlberg, übernahm den gesamten Vertrieb (Privat- und Firmenkunden), während die Zuständigkeiten des Vorstandsvorsitzenden Michel Haller weitgehend unverändert blieben.

Fusion des Hypo Versicherungsmaklers mit exacta

Bei den Tochterunternehmen der Hypo Vorarlberg kam es im ersten Halbjahr 2020 zu einer Veränderung: Der Hypo Versicherungsmakler (bisher eine 100 % Tochter) fusionierte rückwirkend mit 1. Jänner mit der exacta Versicherungsmakler GmbH. Die neue Gesellschaft firmiert unter dem Namen comit Versicherungsmakler GmbH und ist nun der größte regionale Versicherungsmakler in Vorarlberg. Die Hypo Vorarlberg hält 40 % an dem Unternehmen, die anderen Eigentümer sind die Vorarlberger Landes-Versicherung (40 %) und die Wälder Versicherung (20 %).

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