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Gut fürs Klima, gut für uns

Ob wir an die australischen Waldbrände 2020 denken, uns die Flutkatastrophe im deutschen Ahrtal 2021 in Erinnerung rufen oder unsere Aufmerksamkeit auf die kontinuierlich schmelzenden Gletscher der Schweizer Alpen richten: Der Klimawandel ist kein neues Phänomen – und er geht uns alle an!

Das haben insbesondere die letzten Jahre deutlich gezeigt. Denn es kam und kommt immer wieder zu teils dramatischen Ereignissen, die unmittelbar auf die globale Erderwärmung zurückzuführen sind. So verwundert es auch kaum, dass das Thema Umwelt längst vom Nischen- zum Mainstreamprogramm avanciert ist. Die kollektive Erkenntnis, dass das sich verändernde Klima Naturparadiese auf der ganzen Welt bedroht und unser aller Lebensgrundlage gefährdet, bringt immer mehr Menschen dazu, umweltbewusst zu handeln. Und damit sind sie nicht alleine!

DAS 2-GRAD-ZIEL DER GLOBALEN KLIMAPOLITIK

Die Weltpolitik hat ihre Bereitschaft, den Klimawandel als unabänderlich zu betrachten, spätestens mit dem „Pariser Abkommen“ der UNO von 2015 deutlich gemacht. Mittlerweile ist der Zusammenhang zwischen Erderwärmung und CO2-Ausstoß jedoch auch wissenschaftlich belegt. Es ist daher nur konsequent, dass die Weltgemeinschaft sich unter anderem darauf verpflichtet hat, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Flankiert wird dies durch weitere Abkommen der UNO zur Biodiversität und zuletzt 2023 durch das Abkommen zum Schutz der Weltmeere, das 30 % ebendieser zu Naturschutzgebieten erklärt.

DER GREEN DEAL DER EU

Auch die EU schlägt mit ihrem „Green Deal“ dieselbe Richtung ein. Oder besser gesagt: Sie geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn: Im Vergleich mit den Weltregionen hat sich die EU mit Sicherheit eines der schärfsten Ziele gegeben. Sie möchte ihre CO2-Emissionen nämlich bis 2030 um 55 % gegenüber dem Niveau von 1990 senken. Unterstützen soll diese umfassende Neuausrichtung insbesondere die Finanzwirtschaft, deren Aufgabe es ist, eine Lenkungswirkung hin zu einer zunehmend emissionsarmen Wirtschaft zu entfalten.

DER HANDLUNGSBEDARF IST HOCH

Das ist inzwischen auch in der Wirtschaft angekommen. Grundsätzlich gefragt sind überzeugende Produkte und Dienstleistungen im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Das können Lösungen für die Abfallwirtschaft sein. Firmen, die für sauberes Wasser und saubere Luft sorgen. Oder auch Unternehmen, die sich dem „grünen“ Konsum verschrieben haben. Ganz allgemein spielt auch das Thema Ressourceneffizienz eine bedeutende Rolle – gelebt wird sie insbesondere im Bereich der Ökomobilität sowie beim intelligenten Bauen. Zu guter Letzt rücken alternative Energieformen noch stärker als bisher ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Denn: Vor dem Hintergrund, dass Emissionen aus fossilen Brennstoffen ein großer Treiber des globalen CO2-Anstiegs sind, werden Unternehmen, die mit ihren Produkten umweltfreundliche und innovative Technologien oder die Erzeugung sauberer Energie fördern, immer wichtiger.

UNTERNEHMEN, DIE MIT GUTEM BEISPIEL VORANGEHEN

Tomra ist Technologieführer bei Sortieranlagen. Hierbei konzentriert sich das norwegische Unternehmen auf sensorgestützte Sortierer. Der Einsatzbereich reicht von Verpackungspfandsystemen über Leergutrücknahmeautomaten bis hin zu Lebensmittelsortierern. Gesammelt werden 2,5 % aller Getränkeverpackungen, die weltweit verkauft wurden. Damit ist es gelungen, 28 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen zu vermeiden. Ein weiteres Beispiel sind die Erfolge bei der Sortierung von Kartoffeln. Dadurch wurden Abfälle in einer Größenordnung von 25.000 LKW-Ladungen pro Jahr vermieden. Das Potential ist gewaltig. Denn: Noch immer landen weltweit 33 % der Lebensmittel im Abfall. In Europa passiert dies zu 60 % im Einzelhandel sowie bei uns Verbraucherinnen und Verbrauchern und so produzieren wir 90 Millionen Tonnen Müll und verursachen Schäden von circa 143 Milliarden Euro. Das niederländische Unternehmen DSM ist auf enzymbasierte Lösungen für die Viehwirtschaft spezialisiert. Diese werden beispielsweise bei der Fütterung von Kühen beigemischt. Dadurch können Methan-Emissionen um 30 % reduziert werden. Führt man sich vor Augen, dass allein die für Fleisch- und Milchproduktion gehaltenen Rinder für 65 % aller von der Viehzucht verursachten Emissionen verantwortlich sind, ist das äußerst vielversprechend. Nimmt man Neuseeland als Beispiel, entfallen dort 48 % aller Emissionen auf die Landwirtschaft. Das Potential und der sich daraus ergebende Effekt wäre riesig: Würde man jeder Kuh das Produkt von DSM verabreichen, wäre der Effekt vergleichbar mit 3,3 Millionen Autos weniger auf der Straße. Infineon ist ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Produktion von Halbleitern spezialisiert. Diese kommen vorrangig in der Automobilindustrie zum Einsatz. PKWs sind derzeit für 12 % der gesamten CO2-Emissionen in der EU verantwortlich. Die Halbleiter helfen dabei, die Endprodukte in motorisierten Fahrzeugen über ihren gesamten Lebenszyklus effizienter zu machen und deren ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Auch in der Elektromobilität sind Halbleiter essenzieller Bestandteil. Die Emissionseinsparungen belaufen sich auf 56 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten. Oder anders ausgedrückt entsprechen sie den Emissionen von rund 12 Millionen Autos – einer Summe, die dem 38-fachen der eigenen Emissionen von Infineon in der Produktion entspricht.

NORDEA 1 – GLOBAL CLIMATE AND ENVIRONMENT FUND

Exemplarisch für eine Investition im Bereich Umweltund Klimaschutz steht der Nordea 1 – Global Climate and Environment Fund. Er investiert in globale Unternehmen, die auf pragmatische Lösungen für eine effizientere und nachhaltigere Welt setzen. Das konzentrierte Portfolio besteht aus Unternehmen mit hohem Überzeugungsgrad und hoher Diversifikation in den Sektoren Ressourceneffizienz, Umweltschutz und Alternative Energien. Circa 90 % des Anlagespektrums sind dabei nicht in traditionellen globalen Aktienindizes vertreten. Das Ziel ist, durch die Investments einen positiven Beitrag in Bezug auf die SDGs der UNO zu erreichen. Es gilt zu beachten, dass insbesondere das Engagement in spezielle Themengebiete zu einer höheren Volatilität führen kann. Auch politische Einflüsse oder die Abschwächung der Weltkonjunktur sowie der einzelnen Fremdwährungen (z.B. USD) und Leitzinsanpassungen können sich negativ auswirken.

Das Beraterteam der Hypo Vorarlberg erläutert Ihnen ausführlich die Chancen und Risiken und steht für eine Beratung gerne zur Verfügung.

Ihr Kontakt

Mag. (FH) Sabine Nigsch
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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