Hypo Vorarlberg architekTOUR 2022

Am 07. Oktober lud die Hypo Vorarlberg architekturinteressierte Kundinnen und Kunden zur alljährlichen architektonischen Reise durchs Ländle – heuer nach Schlins und Bludenz – ein. An verschiedenen Stationen präsentiert sich dort anspruchsvolle Baukultur, die Nützliches und Schönes verbindet. Bei den ausgewählten Projekten wurde besonderes Augenmerk auf nachhaltige Bauweise und Freiraumgestaltung gelegt. 


ERDEN Werkhalle, Architektur Martin Rauch

Der erste Stopp in Schlins galt dem Pionierprojekt des Architekten Martin Rauch bestehend aus einer 67m langen und bis zu 24m breiten Halle zur Vorfertigung von Stampflehmelementen sowie einem angegliederten, zweistöckigen Bürotrakt. Erstmals wird mit dem Projekt eine Architektur dieses Ausmaßes umgesetzt, das rein durch den Hybrid einer Holzkonstruktion sowie der 67m langen Stampflehmwand getragen wird. Die Halle vereint eine Symbiose aus unterschiedlichen Lehmbautechniken in ihrem Bau und bietet gleichzeitig einen permanenten Raum für Maschinen, die Stampflehmfertigteile im großen Stil produzieren können, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der architekTOUR vor Ort eindrucksvoll miterleben durften.

 

DIN Sicherheitstechnik, Architektur Fink Thurnher Architekten

Wie kann Architektur im Gebiet zwischen Stadt und Land dazu beitragen, charakterstarke Orte zu schaffen, um so die Umgebung aufzuwerten? Diese Fragestellung bildet das zentrale Thema dieses kleinen Gebäudes und ermöglichte es, ein Bauwerk zu erstellen, welches durch seine Gestalt, Setzung und Schönheit den Ort bereichert, die Mitarbeitenden augenscheinlich wertschätzt und gleichzeitig für das Produkt wirbt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer staunten nicht schlecht, dass hier (fast) alles aus Holz ist – sogar das Dach.   


Freibereich der Mittelschule Bludenz, Architektur Bernhard Berger, Landschaftsarchitektur Gruber Haumer

Bei der Pausenhofumgestaltung der Mittelschule Bludenz-Mitte aus den 1930er-Jahren galt es die Potentiale des bestehenden Schulfreiraumes - der großzügige Pausenhof, der wertvolle alte Baumbestand und die Bausubstanz des rudimentär genutzten Nebengebäudes - zu berücksichtigen. Die Gestaltung soll den 300 Schülerinnen und Schülern zudem ermöglichen ihre kognitiven, affektiven und psychomotorischen Fähigkeiten zu stärken. So wurde unter anderem das den Hof begrenzende Nebengebäude multifunktional erschlossen und die Garage für die Jausen-Ausgabe umgenutzt. Der vorhandene Baumbestand wurde integriert und durch raumbildende Gehölze punktuell ergänzt. Die versiegelten Wegeflächen wurden aufgebrochen, reduziert und teilweise durch sickerfähige Wegedecken ersetzt. Ein Ort zum Verweilen, auch für die Teilnehmenden der architekTOUR. 


Propstei St. Gerold, Architektur HK Architekten

Die Propstei St. Gerold war in den 1960er-Jahren baufällig und unternutzt. Seit jedoch Pater Nathanael Wirth die Führung übernommen hatte, entwickelte sie sich zu einem Ort der Begegnung und der Kultur. Und die Gäste blieben nicht aus: Kulturfestivals sind heute ebenso Bestandteil der Propstei wie Feste und Hochzeiten. Doch die baulichen Strukturen hinkten der Attraktivität nach, verschärfte Vorschriften erschwerten die wirtschaftliche Nutzung der Räume, der Gastronomietrakt musste erneuert werden. Dafür waren zahlreiche Eingriffe in die historische Substanz nötig. Hier weiterzubauen bedeutete, sich in die Geschichte des Ortes einzuschreiben: Ein heikler Balanceakt zwischen Bewahren und Erneuern. Die Kundinnen und Kunden zeigten sich jedenfalls begeistert, wie das Neue mit dem Alten in Zimmern und Seminarräumen korrespondiert und genossen zum Ausklang einer eindrücklichen architekTOUR ein feines Abendessen vor Ort. 
 

 

Foto: Hypo Vorarlberg 

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